Katalonien
Mittwoch 6. August 2008 von admin
Katalonien genießt wie das Baskenland und Galizien den Status einer autonomen Republik. Während der Franco-Diktatur verboten, ist Katalanisch seit 1978 offizielle Amtssprache neben dem Kastilischen. Das Autonomiestatut von 2006 gewährt der Provinz Catalunya weit gehende Sonderrechte. Die Region zwischen Pyrenäen und Valencia ist industriell hoch entwickelt und steht wirtschaftlich gut da. Dazu trägt natürlich auch der Tourismus an Costa Brava und Costa Dourada bei.
Doch Katalonien hat mehr zu bieten als Badefreuden. Barcelona,die Hauptstadt Kataloniens, muss man gesehen haben. Geprägt wurde die Stadt durch den eigenwilligen „Modernisme“ des Architekten Antoni Gaudí. Die Jugendstilvillen „Casa Milà“ und „Palau Güell“ können besichtigt werden. Sein „Parc Güell“ lädt zum Ausruhen ein und zum Staunen über die fantastischen Figuren und Ornamente. Die Kathedrale „Sagrada Familia“ blieb leider unvollendet und gilt seither als schönste Baustelle der Welt. Die beste Aussicht auf die katalanische Hauptstadt hat man vom Berg „Montjuïc“. Wer nach dem Abstieg nicht zu müde ist, bummelt über die „Rambla“, spaziert den „Passeig de Gràcia“ entlang, erkundet das „Barri Gòtic“ oder das Nachtleben von “Eixample“.
Auch ein Ausflug ins Umland lohnt sich, z.B. in die Berge zum Kloster Montserrat oder nach Figueres ins „Teatre-Museu Dalí“. Der surrealistische Maler verbrachte seine Kindheit in Cadaqués, wo auch Pablo Picasso, Joan Miró und der Schriftsteller Federico García Lorca Ferien machten. Dies zog andere Künstler magisch an und verhalf dem ehemaligen Fischerdorf zu einiger Berühmtheit. Jedes Jahr im August findet hier ein Klassik-Festival statt. Um bei der Musik zu bleiben: auch José Carreras und Montserrat Caballé stammen aus Katalonien, genauer gesagt aus Barcelona, dieser äußerst kreativen Metropole.
Die Coasta Brava (”die wilde Küste”), an der spanischen Mittelmeerküste gelegen, zeichnet sich durch wunderschöne Badebuchten, kleine malerische Fischerdörfer und feine weisse Sandstrände aus. Manche Badebuchten können nur per Boot erreicht werden. Die stark zerklüfteten Felsmassive an der Küste sind mit Pinien, Akazien und Korkeichen bewachsen.
Im Norden bilden die Pyrenäen die natürliche Grenze zu Frankreich.
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