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Archiv für September, 2008

Kanarische Inseln (span. Islas Canarias)

Mittwoch 17. September 2008 von admin

Die Kanarischen Inseln gehören zwar geographisch zu Afrika, sind aber dennoch eine der 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens. Den Status einer autonomen Region erhielten sie 1982. Alle 4 Jahre wechseln sich Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria als Regierungssitz ab.Die Inselgruppe hat eine  Gesamtfläche von  7.500 Quadratkilometern und wird von mehr als 2 Millionen Menschen bevölkert. Zu den populärsten Inseln bei den Touristen zählen  Lanzarote, Gran Canaria, Teneriffa, Fuerteventura, La Palma, La Gomera und El Hierro. Die beiden am östlichsten gelegenen Inseln, Lanzarote und Fuerteventura, sind die ältesten von allen der kanarischen Inseln, schätzungsweise 20,6 Millionen Jahre alt/jung. La Gomera entstand vor etwa 12 Millionen Jahren, die anderen Inseln vor 2-7 Millionen Jahren. Was alle Inseln gemeinsam haben : sie sind vulkanischen Ursprungs.
Die Flora auf den kanarischen Inseln ist sehr artenreich. Man schätzt circa 2000 Pflanzenarten, von denen 514 endemisch sind. Von diesen kanarischen Endemiten kommen wiederum ungefähr 57% nur auf einer der Inseln vor.
Reptilien und Vögel bestimmen zum größten Teil die Tierwelt. Die “kleine Kanareneidechse” (Gallotia caesaris) mit einer Länge von bis zu 35 cm tritt am häufigsten auf. Auf El Hierro trifft man auf Gallotia simonyi machadori, eine unter Naturschutz stehende Echsenart, mit bis zu 75 cm Länge die größte des Archipels. Weiterhin kann man auf den Kanaren Skinke (Glattechsen) und Geckos beobachten. Schlangen gibt es nicht. Von den Vögeln gibt es ebenfalls viele endemische Arten, wie der kanarische Buntspecht und die kanarische Waldohreule.
Der Artenreichtum setzt sich auch bei der Meeresfauna fort: Schwertfische, verschiedene Rochenarten, Thunfische, Papageifische sowie bis zu 28 Wal- und Delfinarten, die in der bis zu 3000 m tiefen Meerenge zwischen Teneriffa und Gomera zu beobachten sind.
Das größte Reptil ist die in Küstennähe lebende Meeresschildkröte.
Auch die Insektenwelt ist üppig mit mehreren tausend Arten vertreten. Riesige Heuschreckenschwärme aus Afrika kommend, waren bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts ein sehr großes Problem. Heute werden diese Schwärme bereits auf dem Meer mit Insektiziden bekämpft.
Von den 13 spanischen Nationalparks befinden sich allein 4 auf den kanarischen Inseln. Es sind : Teide (Teneriffa), Timanfaya (Lanzarote), Caldera de Taburiente (La Palma) und Garajonay (La Gomera).
Das mediterran-subtropische Klima hat den Kanaren den Beinamen “Inseln des ewigen Frühlings” eingebracht. Verantwortlich dafür ist der Kanarenstrom (Teil des Golfstroms) und die Passatwinde, die die extrem warmen Luftmassen aus der nahegelegenen Sahara meistens fernhalten. Eine Ausnahme bildet hier “Calima”, eine Wetterlage, bei der der Ostwind feinen Saharastaub, verbunden mit trockner warmer Luft, auf die Inseln trägt.

Um die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der kanarischen Inseln zu fördern, wurde im Januar 2000 die Sonderzone ZEC (Zona Especial Canaria) eingerichtet. Diese Zone zeichnet sich durch niedrige Steuersätze aus (z.B. die Körperschafzssteuer beträgt nur 4%, eine den Endverbraucher belastende “Inselsteuer” , vergleichbar der Mehrwertsteuer, gerade mal 5%). Ziel ist es, ausländische Investoren und somit ausländisches Kapital auf die Inseln zu holen, um nicht nur von dem Wirtschaftszweig Tourismus abhängig zu sein. Diese Zone ist bis 2019 noch existent.

Dieser Beitrag wird noch bearbeitet!!

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Die Reiseversicherung: Darauf muss man achten!

Dienstag 16. September 2008 von admin

Urlaub bedeutet nicht immer nur Spaß und Erholung: Allein auf den beliebten und belebten Skipisten verunglückten jährlich rund 165.000 Deutsche, 100.000 werden außerdem ein Verkehrsunfall verwickelt, Unzählige werden bestohlen. Reiseversicherungen sind daher ein gutes Geschäft für die Versicherer: Jeder achte Urlauber leistet sich die eine oder andere Police. Um Vergleich: Einen Reiseführer kauft sich nur jeder 10. Doch nicht immer ist ein spezieller Reiseversicherung notwendig. Schon die meisten normalen Versicherungen sind als sogenannte Grundversicherungen definiert: Sie gelten nicht nur zuhause, sondern immer, das heißt auch im Ausland. Grundversicherungen sind die Berufsunfähigkeit -, Haftpflicht -, Kraftfahrt -, Lebens -, Pflege -, private Unfall -, private Kranken -, Rechtschutz -, Sach -, Verkehrs - und sogar die Hausratversicherung. Dennoch sollte der Versicherte noch einmal genau nachsehen. Problematisch kann vor allem Reisen ins außereuropäische Ausland oder risikoträchtige sportliche Aktivitäten wie Fallschirmspringen und Berg steigen sein. Für gesetzlich Krankenversicherte ist die Auslandsreise-Krankenversicherung die wichtigste Reiseversicherung. Zwar sollen sogenannte Sozialversicherungsabkommen zwischen der Bundesrepublik und den wichtigsten europäischen Reisenden an eine weitgehend kostenlose Behandlung im Ausland garantieren. In den EU - Ländern und in der Schweiz, Tunesien und der Türkei kann der gesetzlich Versicherte jedoch die Leistungen der dortigen gesetzlichen Krankenkassenanspruch nehmen. Für diese Länder stellt die Krankenkasse eine Anspruchsbescheinigung aus. In Großbritannien und Nordirland ist dagegen kein spezieller Berechtigungsschein notwendig. Dorthin ist die Reise für gesetzlich Versicherte unproblematisch. Doch in anderen Ländern ist die Anspruchsbescheinigung oft nicht einmal das Papier wert: In Spanien beispielsweise wird nur gegen Bargeld behandelt. In anderen Ländern wie Frankreich wird zunehmend eine Selbstbeteiligung verlangt, obwohl die deutsche Krankenkasse die Kosten übernehmen. In einigen typischen Ferienzentren gibt es nicht genügend Kassenärzte, sodass auf Privatärzte ausgewichen werden muss. Auch in den österreichischen Bundesländern Salzburg, Steiermark und Tirol werden deutsche Urlauber häufig nur als Privatpatienten behandelt. Arzt -und Krankenhauskosten müssen dann wie in anderen Ländern ohne Sozialversicherungsabkommen (Schweiz und Norwegen) vollständig selbst bezahlt werden.
Mit einer Auslands-Krankenversicherung sind nicht nur die
Arzt-Behandlungskosten sondern auch die Kosten für einen notwendigen medizinischen Rücktransport abgedeckt: Die Kosten dürfen die gesetzlichen Krankenkassen nach einem Urteil des Bundessozialgerichts nicht übernehmen. Sie können bei Schwerverletzten und Sondertransporten bis zu 10.000 � ausmachen. Der Rücktransport ist allerdings meist in den Auto-Schutzpflicht enthalten.
Wer zu den rund 5 Millionen Kassenmitgliedern gehört, die für den Krankenhausaufenthalt eine private Zusatzversicherung abgeschlossen haben: Der Schutz gilt auch im Ausland. Auch für privat versicherte kann die Auslands-Krankenversicherung sinnvoll sein. Die private Krankenversicherung ersetzt zwar alle Kosten, auch wenn der Versicherte in ein ausländisches Krankenhaus muss. Bei kostspieligen Behandlungen gibt der Versicherer eine Kostenübernahmeerklärung. Allerdings ist der Schutz für Auslandsreisen auf vier Wochen begrenzt. Wer länger verreist, sollte mit seiner Versicherung vor einer Absprache treffen. Teilweise jedoch deckt die private Police einen eventuellen Krankentransport nicht. Diese Deckung wäre aber vor allem sehr empfehlenswert. Eine Reise-Krankenversicherung kann auch sinnvoll sein, wenn die private Krankenversicherung bei Nichtinanspruchnahme Beitragsrückerstattung zahlt. Die Zusatzpolice deckt die Folgekosten eines Unfalls oder einer akuten Erkrankung, die zuhause auskuriert werden müssen.



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Die vier Nationalparks der Kanaren

Dienstag 16. September 2008 von admin

folgt bald …….



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Formentera

Dienstag 16. September 2008 von admin

Formentera ist eine der beiden größeren Inseln die zusammen mit Ibiza die Inselgruppe der Pityusen bildet. Die zweitkleinste Insel der Balearen liegt ca. 20 Kilometer südlich von Ibiza, ist nur 19 Kilometer lang und bietet lediglich 8.442 Einwohnern ein zu Hause, gelegen auf 83,2 Quadratkilometern Inselfläche. Der Ausländeranteil beträgt hier 26,0 Prozent. Die gemütliche Insel wurde bereits in vorgeschichtlicher Zeit bewohnt, es wird vermutet, das dies im 2. Jahrtausend v. Chr. gewesen sein muss, wie z.B. die megalithische Grabstätte, namens “Ca na Costa” beweist. Zu römischen Zeiten gab es auf Formentera allerdings eine umfangreiche Bevölkerung, wie viele, umfangreiche Funde vermuten lassen.
Interessant ist, dass gerade in den 1960er und 1970er Jahren besonders Hippies einreisten, welche aber ursprünglich von Ibiza kamen. Man erkennt diese Tatsache daran, dass die Insel mit Berühmtheiten wie Bob Dylan, Pink Floyd und King Crimson in Verbindung gebracht wird. Sogar Chris Rea lebte eine zeitlang auf Formentera und drehte dort einige Trailer für seine Musik.
Ab den 1980ern setzte dann der Massentourismus ein, was der idyllischen Insel seine ursprüngliche Beschaulichkeit nahm. Da Formentera zum Glück von dem einst vorherrschenden Bauboom verschont blieb, ist sie eine der schönsten Inseln des Mittelmeers. Den Besuchern erwarten lange, weiße Strände, kristallklares, türkisfarbenes Wasser und das Gefühl von unberührter, freier Natur. Besucht man südlicher gelegene Gegenden Formenteras, so wird man feststellen, dass die Bevölkerungsdichte in diesen Gebieten immer geringer wird, da dort das bergische Land, auf dem man Einwohner antrifft, beginnt und sich in eine Höhe von maximal bis zu 119 Metern erstreckt.



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Formentera für Individualisten

Dienstag 16. September 2008 von admin

An manchen Tagen ankern unzählige weiße Luxus-Yachten am Strand von Levante. Romantik pur.

Aber nicht die Yachten sind es, die die Urlauber auf die Insel Formentera ziehen. Die Strände sind es! Weiß und weich ist der Sand, dass Wasser ist türkis wie in der Karibik. Formentera ist die zweitkleinste bewohnte Insel der spanischen Autonomen Region Balearen.

In der Hauptsaison ist auf Formentera genau so Betrieb wie überall am Mittelmeer. Im Frühjahr und im Herbst ist es auf Formentera so, wie es sich die Stammurlauber wünschen. Viele der Stammurlauber kommen seit den 1970er Jahren nach Formentera. In den Monaten sind nur wenige Gäste auf der Insel, so kann es sein, dass man bei Spaziergängen immer wieder den selben Gesichtern begegnet. Ein Grund warum Formentera als Tipp für Erholungssuchende gilt.

Das Formentaera weitgehend vom Massentourismus verschon geblieben ist, liegt nicht zuletzt an der Anreise. Die Insel ist 18 Kilometer lang und stellenweise „nur“ zwei Kilometer breit – zu klein für einen Flughafen. Per Schiff kommen alle Urlauber und Güter auf die Insel. Meist erfolgt die Anreise über Ibiza in den Hafen La Sabina. Die Überfahrt von Ibiza dauert eine gute halbe Stunde.

Die kurze Liste der Sehenswürdigkeiten von Formentaera lässt sich an einem Tag abarbeiten. Eine Sehenswürdigkeit ist der Leuchtturm am Cup de Barbaria, oder das Insel-Museum. Ein Bummel durch die Urlaubsorte wie z.b. Sant Francese ist eine alternative und attraktive Abwechselung zum Strandleben auf Formentera.

Formentera war das einstige Paradies der Blumenkinder und ist heute das Ziel von Individualisten.



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Andalusien (spanisch Andalucía)

Donnerstag 4. September 2008 von admin

Wessen Herz Andalusien einmal erobert hat, das lässt es nicht mehr los. Andalusien ist etwas Besonderes, es ist nicht nur eine Region, es ist ein Lebensgefühl.
Im Norden grenzt Andalusien an Extremadura und Kastillien-La Manche, im Osten an Murcia, im Westen liegt Portugal und im Süden das Mittelmeer.
Andalusien ist aber nicht nur durch seine Küsten zur Touristenhochburg aufgestiegen, auch das Landesinnere hat so manchen Schatz zu bieten.

Am bequemsten erreicht man Andalusien mit dem Flugzeug. Hier bieten sich die Flughäfen Malaga, Almeria oder Sevilla an. Allein der Anflug auf Malaga ist schon ein Erlebnis. Über den hohen Bergen der Sierra beginnt allmählich der Sinkflug. Die Berge kommen immer näher und dann sieht man das Meer, aber es ist noch nicht das Meer, es sind die mit Planen überzogenen Gewächshäuser der Region um Almeria. Doch von oben sieht es aus, wie das Meer. Aber es braucht nicht lange und man sieht das blaue Wasser, dann noch eine Schleife über dem Meer, welches fast zum greifen Nahe ist und schon setzt der Flieger weich in Malaga auf.

Wer Andalusien für sich erobern will, mietet sich am besten noch am Flughafen ein Auto. Hier bestehen die Möglichkeiten am Schalter einer großen renommierten Autovermietung, bei einer einheimischen Autovermietung oder man kommt in die Halle, hier stehen die kleinen Autovermieter und warten auf Kundschaft. Sicherlich gehört eine Portion vertrauen dazu, hier ein Auto zu mieten. Doch häufig lohnt es sich, dass es immense Preisunterschiede zwischen den großen Anbietern und den Kleinen gibt. Auch sind die Autos in der Regel nicht besser oder schlechter als Anderswo. Sind die Formalitäten erledigt, kann der Urlaub beginnen.

Da es in Spanien keinerlei Probleme mit Einkaufsmöglichkeiten gibt, bieten Ferienwohnungen die nötige Unabhängigkeit. Wer im Urlaub nicht selber für das Frühstück sorgen möchte, der ist sicherlich mit einem Hotel besser beraten. Die anderen Mahlzeiten sollte man jedoch in einem der zahlreichen Restaurant einnehmen, am besten dort, wo auch die Einheimischen essen. Hier ist das Essen landestypisch und zumeist sind hier moderate Preise. Für Freunde von Fisch und Meeresfrüchten, ist hier ein wahres Eldorado.

Bereits im Vorfeld sollte man sich einen groben Plan machen, was man alles sehen und besichtigen möchte. Andalusien bietet hier zuviel, um alles in einen Urlaub zu packen. Letztendlich hat man Urlaub und möchte sich auch ein wenig erholen. So sollte man nicht vergessen, den ein oder anderen Strandtag einzulegen. Auch die Wärme ist ein nicht zu unterschätzender Faktor der Besichtigungstouren.

Da die meisten Touristen Malaga anfliegen, sollte man hier vielleicht beginnen. Der Stadtrand von Malaga ist enttäuschend. Nicht als Hochhäuser. Doch fährt man in die Stadt hinein, findet man eine wunderschöne Altstadt, mit kleinen Gasen. Hoch über der Stadt thront die „Alcazaba“. Es ist etwas mühsam dort hinaufzusteigen, aber es lohnt sich. Unterhalt der alten Burganlage befindet sich das römische Theater, welches teilweise besichtigt werden kann. Die Kathedrale und das Geburtshaus Pablo Picassos runden den Besuch in der Stadt ab. Die Stierkampfarena sucht man in der Altstadt vergebens, sie findet man im Gewirr der Hochhäuser.

Entlang der Küstenstrasse in Richtung Westen, gelangt man nach Marbella, vorbei an ein paar sehr schönen Küstenorten, die durchaus auch einen zweiten Blick wert sind. Marbella ist die Hauptstadt des Jet-Set und wirkt daher schon sehr mondän. Die kleine Altstadt besticht ebenfalls durch die kleinen Gassen. Das Zentrum ist der „Plaza de los Naranjos“ (Platz der Orangenbäume) in deren Schatten es sich wunderbar sitzen lässt. Im Unterschied zu Malaga sind hier die Preise allerdings dem Jet-Set angepasst und die Waren in den schön gestalteten Schaufenstern haben häufig keine Preisangaben mehr. Dennoch sollte man auf Marbella nicht verzichten.

Weiter entlang der Küstenstrasse gelangt man endlich zum südlichsten Zipfel, dem Felsen von Gibraltar. Nachdem die Zollformalitäten erledigt sind, Gibraltar ist englisches Hoheitsgebiet, kann die Stadt „eingenommen“ werden. Parkplätze findet man am Rande der Altstadt. Wie fast alle Städte in Andalusien, findet sich auch hier die maurische Architektur in der Altstadt. Touristen aller Nationen wuseln durch die engen Gassen, denn in Gibraltar kann man zollfrei einkaufen. Mit der Seilbahn geht es hoch hinaus auf , auf den „Affenfelsen“, den wohl einzigen Ort in Europa, an dem frei lebende Affen vorkommen. Auf dem Plateau befindet sich ein altes Fort das es zu erkunden gilt. Es ist allerdings mit kleinen Kindern Vorsicht geboten, da vieles schlecht abgesichert ist.
Den Hunger sollte man besser wieder auf der spanischen stillen, es sei denn, man liebt die englische Küche.

Ein weiteres Highlight bietet die kleine Stadt Ronda. Die Stadt liegt komplett auf einem nach allen Richtungen steil abfallenden Felsplateau. Die maurische Altstadt und der neuere Teil sind durch eine tiefe Schlucht getrennt, verbunden durch Brücken. Die spektakulärste Brücke ist der „Puente Nuevo“. Die Stadt versetzt den Besucher in eine völlig andere Welt. Rilke nannte Ronda „die geträumte Stadt“ und so kommt man sich vor. Wie in einem Traum. Die engen Gasse die sich immer noch nach oben winden. Kleine Paläste mit maurischen Innenhöfen und die alte Stierkampfarena. In ganz Spanien gibt es keine vergleichbare Arena.
Großen Bekanntheitsgrad erlangte die Stadt auch durch seine kulinarischen Spezialitäten, wie die Blutwurst und den Serrano-Schinken.

Viel Zeit sollte der Besucher für Sevilla mitbringen. Auch hier strömt das Zusammenspiel mittelalterlicher und maurischer Architektur auf den Betrachter ein. Es ist ratsam das Auto vor der Altstadt zu parken, da die Gassen so eng sind, dass zwar ein Auto durchpasst, aber die vielen Touristen oft nicht wissen, wie sie sich noch an die Wände pressen sollten. Außerdem kann man die Altstadt aus dem Auto nicht wirklich genießen. Die riesige Kathedrale lässt den Betrachter schon von außen vor Ehrfurcht erstarren. Sie ist die drittgrößte der Welt. Die Türen der Häuser der Altstadt stehen den ganzen Tag auf und man schaut buchstäblich den Leuten ins Wohnzimmer. In Sevilla befindet sich ebenfalls der „Alcazar“ von Pedro I. el Cruelo. Pedro holte sich extra hierfür maurische Handwerker. Später wurde der Palast durch andere Herrscher und Baustile immer wieder erweitert. Weiter besticht Sevilla durch seine wunderschön angelegten Gärten und weitere prächtige Gebäude wie die Börse.

Ein weiteres Ziel sollte Cordoba sein. Auch hier findet sich eine für Andalusien typische Altstadt aus maurischen und mittelalterlichen Elementen. Besondere Erwähnung sollte hier die Mezquita finden, die seit ihres Bestehens wohl den größten Religionen als Gotteshaus gedient hat. Ebenfalls ein lohnenswertes Ziel ist die Besichtigung des „Alcazar de los Reyes Christianos“ (Palast der christlichen Könige). Dieser diente unter anderem, den katholischen Königen Ferdinand und Isabella als Sitz, bis zur Rückeroberung Granadas.

Wobei schon das nächste Ziel Erwähnung gefunden hat. Neben der wunderschönen Altstadt ist es wohl mehr die „Alhambra“ welche die Besucher magisch anzieht. Das Burgareal ist kann man im Rahmen der Öffnungszeiten immer besichtigen. Allein dies ist schon ein Besuch wert. Neben den Wehrtürmen finden sich noch weitere Gebäude die es zu erkunden gilt. So auch der Sommerpalast von Karl V., der den Besucher an römische Arenen erinnert. Der Palast ist Kreisrund mit einem großen Innenhof. Er beherbergt u.a. das Museum für spanisch – muslimische Kunst.
Anders ist es mit dem Nasriden-Palast. Hier sind die Besucherzahlen begrenzt und es ist ratsam, entweder sehr früh vor Ort sich die Karten zu besorgen oder vorher zu reservieren. Auf den Eintrittskarten ist der Beginn des Rundganges vermerkt. Erscheint man zu dieser Zeit nicht, ist die Eintrittskarte hinfällig. Der ganze Palast ist ein einzigartiges Kunstwerk. Innenhöfe, Gärten, Brunnen und Gebäude zeigt das Schönste was maurische Handwerkskunst zu bieten hat.

An die Küste kommt man entweder über eine Schnellstrasse oder man biegt noch auf dem Plateau von Granada auf eine kleine „Touristenstrasse“ ab, welche durch die Berge hinunter ans Meer führt. Diese kleine Strasse windet sich gefährlich durch das Bergmassiv, aber es ist jeden Schweißtropfen wert, den die Abfahrt kostet. Die Landschaft entschädigt für so manche angstvolle Schrecksekunde, nicht wegen der Qualität der Strasse sonder eher wegen der Enge und der schlechten Seitensicherung.

Doch auch die Küstendörfer haben ihre Reize. Sie sind allerdings bereits sehr auf Tourismus ausgelegt. Ruhe findet man in den vielen kleinen „weißen Bergdörfern“. Hier findet man noch eine gewisse Ursprünglichkeit.

Andalusien bietet für jeden Geschmack etwas. Die Heimat des Flamenco bietet kulinarische Highlights, lebendige Feste, Wasserspaß und alles auf geschichtsträchtigem Boden. Wer einmal Andalusien ins Herz geschlossen hat, den lässt es nicht mehr los.




Vom nahegelegenen Palos de la Frontera startete Christoph Columbus in die “neue Welt”. Im Franziskanerkloster von La Rabida (gegründet 1261) traf er seine Vorbereitungen.




www.aldiana.de



Cadiz:
Cadiz wurde vor 3000 Jahren von den Phöniziern gegründet und ist die älteste Stadt Spaniens. Hervorragende Strände an der Costa de la Luz. Sie reicht bis in die Provinz Huelva. Der Nationalpark Donana, ein Resort von Wanderdünen und Marschland, wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Wird fortgesetz

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Andalusien und seine Schaetze

Donnerstag 4. September 2008 von admin

Die andalusische Hauptstadt Sevilla erlebte bereits als Metropole des maurischen Königreichs „al Andalus“ eine Blütezeit. Das über Jahrhunderte friedliche Miteinander von Christen, Juden und Moslems in den Zeiten vor der Reconquista prägte die Stadt am Guadalquivir. Dieser fruchtbare Kulturaustausch spiegelt sich in der Architektur wieder, jener Mischung aus gotischen und arabischen Elementen. So diente der Turm der katholischen Kirche „Maria de la Sede“ einst als Minarett der alten Moschee. Im „Orangenhof“ nahmen die Moslems ihre rituellen Waschungen vor. Durch die „Puerta de los Palos“ gelangt man von hier direkt in die Kathedrale. Mit neun Portalen und der riesigen „Puerta de San Cristóbal“ gilt sie als die schönste Spaniens. Über hundert Jahre dauerten die 1406 begonnenen Bauarbeiten an dem gotischen Dom, der mit dem römischen Petersdom und St. Pauls in London zu den größten Gotteshäusern der Christenheit zählt. Wer den Aufstieg in den Turm der „Giralda“ wagt, wird mit einem herrlichen Blick auf Altstadt und Alcázar belohnt. Dieser Palast ist ein gelungenes Beispiel für den Mudéjar-Stil jener christlichen Bauwerke, die sich mit maurischen Elementen schmücken

Nach Sevilla ist wohl Córdoba die faszinierende Stadt Andalusiens. Wunderschön ist ihr Anblick von der Brücke über den Guadalquivir. Am besten genießt man diese Aussicht in der Abenddämmerung. Dann wirkt die Silhouette der Stadt vor den Hügeln der Sierra Morena wie gemalt. Mittel- und Glanzpunkt Córdobas ist die „Mezquita“. Die ehemalige Moschee gilt als bedeutendste Zeichen arabischer Baukunst in ganz Europa. Es grenzt an ein Wunder, dass dieses Bauwerk überhaupt noch erhalten ist. Nach der Reconquista hatte man um 1520 auf Befehl Karl V - übrigens gegen den Villen der Cordobeser - bereits mit dem Umbau zur Renaissance-Kathedrale begonnen. Als der Kaiser die Stadt besuchte, gebot er den Arbeiten Einhalt - erschrocken darüber, wie er etwas so Einzigartiges beinahe zerstören hätte lassen. Das seither katholische Gotteshaus steht heute als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO. Ein schier endloser Wald von 856 Säulen aus Marmor, Jaspis und Granit, unzählige Rundbögen, Mosaiken und eine überwältigende Fülle an Ornamenten lassen einen noch immer staunen über die Baukunst der Mauren. Wer nach dem Besuch der „Mezquita“ noch Zeit hat, kann die fantastische Aussicht vom Glockenturm genießen oder im „Patio de los Naranjos“ unter alten Orangenbäumen ausruhen. Empfehlenswert sind die Besichtigung des “Alcázars” und ein Bummel durch die engen Gassen der Altstadt. Deren Anwohner scheinen sich mit Blumenschmuck für ihre malerischen Innenhöfe zu überbieten, und tatsächlich wird jedes Jahr der schönste „Patio“ prämiert.

Während der Rückeroberung Córdobas durch die christlichen Könige, flüchtete das Kalifat nach Granada. In der Stadt am Fuße der Sierra Nevada konnte die maurische Festung einer Belagerung länger standhalten. Mit ihren verschiedenen Palästen aus dem 13. und 14. Jahrhundert ist die „Alhambra“ bei weitem das schönste arabische Bauwerk auf europäischem Boden. Dass sie während der blutigen Reconquista nicht zerstört wurde, ist dem letzten Nasriden-Herrscher Boabdil zu verdanken. Der übergab 1492 Festung und Stadt kampflos an die kastilischen Ritter, zog sich erst in die Berge der Alpujerras zurück und ging dann ins afrikanische Exil.

Das letzte Refugium der maurischen Könige wurde 30 Jahre nach dieser Kapitulation auf Geheiß Kaiser Karl V. zwar ebenfalls christianisiert, hat seinen einmaligen Zauber jedoch bis heute bewahrt. Doch wie bei allen Märchen aus 1001 Nacht ist es alles andere als leicht in die Wunderwelt einzutauchen. Wer die prachtvolle Festung besichtigen möchte, braucht Geduld und davon reichlich. Tickets gibt es nur auf Vorbestellung. Selbst nach der ordnungsgemäßen Reservierung steht man noch in langen Schlangen vor den Kassen, bevor man das begehrte Dokument endlich in den Händen hält. Beschauliche Rundgänge im wunderschönen Löwenhof dürften die wenigstens Besucher genießen. Spätestens vor dem Palasteingang ist wieder Warten angesagt. Zudem gilt die Eintrittskarte für dessen Besichtigung nur für ein bestimmtes Zeitfenster. Zu den schönsten der reich verzierten Räume zählen der ehemalige Thronsaal „ Sala des los Embajadores“ mit seiner hölzernen Kuppel, sowie die „Sala de las dos Hermanas“. Als „zwei Schwestern“ bezeichnet man dabei die zwei gigantischen Bodenplatten. Ebenso eindrucksvoll ist das Deckengewölbe des Saals mit seinen ca. 5000 Stalaktiten.

Leider kein Geheimtipp mehr, aber dennoch absolut märchenhaft ist ein Rundgang bei Nacht. An bestimmten Tagen der Woche öffnet die Festung ihre Tore auch am Abend. Wer dazu noch stilvoll in einem Weltkulturerbe übernachten möchte, residiert im Parador-Hotel, das inmitten der alten Klostermauern aus dem 15. Jahrhundert errichtet wurde.
Alle Anderen trösten sich mit einem Besuch in der Sommerresidenz der Nasriden, denn auch der Garten des Kalifen scheint ein Traum. Oberhalb der Alhambra gelegen, ist “El Generalife” mehr als nur ein grünes Paradies mit einer Blütenpracht in allen Farben und Formen. Die Struktur der Anlage und ihr immer noch funktionstüchtiges Bewässerungssystem zeugen vom hohen Maß an Fachwissen, über das die arabischen Konstrukteure schon vor mehr als einem halben Jahrtausend verfügten. Der Besucher erfreut sich am Ergebnis: einer Fülle an plätschernden Brunnen und hübschen Wasserspielen in einer der heißesten Regionen Europas.

Málaga dürften die meisten Touristen wohl kaum eines näheren Blickes würdigen. Man kommt am Flughafen an und reist weiter in einen der Badeort an die Costa del Sol oder zum Felsen von Gibraltar. Schade, denn auch die Heimatstadt Pablo Picassos ist reich an Kunstschätzen. Nicht weit entfernt von seinem Geburtshaus an der „Plaza de la Merced“ befindet sich das „Museo Picasso“. Die Altstadt rund um die Kathedrale ist sehr reizvoll und die Aussicht von der Burgruine des „Castillo de Gibralfaro“ einfach traumhaft. Zu ihren Füßen liegt die “Alcazaba”, die maurische Festung aus dem 13. Jahrhundert. Mit ihren noch weitaus älteren Türmen und Toren und den benachbarten Resten eines römischen Theaters ist die Anlage in jedem Fall eine Besichtigung wert.

Die Spuren der Mauren sind noch überall in Andalusien noch sichtbar. Doch weitaus wichtiger dürfte der Einfluss gewesen sein, denn die Araber über fast 800 Jahre hinweg auf Europa genommen hatten. Gartengestaltung, fortschrittliche Anbaumethoden und ausgeklügelte Bewässerungssysteme geben davon Zeugnis. Fast schon modern muten ihre wissenschaftlichen Ansätze an in Astronomie, Mathematik, Medizin und Arzneimittelkunde. Kein Wunder, dass die auch ersten Apotheken Europas in „al Andalus“ zu finden waren. Diese kulturgeschichtlich so reiche Region war und ist eben weit mehr als nur die bekannte und beliebte „Sonnenküste“ Spaniens.



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Flamencofestival in Andalusien

Donnerstag 4. September 2008 von admin

Zum Flamenco-Festival nach Andalusien
Wie wäre es mal mit einem Kurztrip ins südspanische Jerez de la Frontera zur Zeit des jährlichen Flamenco-Festivals Ende Februar? Nach zweieinhalb Flugstunden von Frankfurt/ Hahn mit Ryanair landen wir um 18 Uhr 30 in Jerez: Es ist sonnig-hell, Jacken sind überflüssig. Zu dieser Jahreszeit stehen die Felder in saftigem Grün. Gerüche drängen sich in die Nase: gebratener Kalamari, Orangenblüten, beherzt singende Vögel. Eine hilfsbereite ältere Dame zeigt uns den Weg zu unserem Altstadthotel. Umziehen, Internet-Bon gegen Ausweisvorlage gegen die bestellten Karten eintauschen – und eintauchen in die Nachtwelt des Flamenco. Rund um uns hören wir Französisch, Deutsch, Italienisch, Finnisch, Türkisch, Japanisch. Unglaublich, wie viele Flamencofans sich hierher ins Art-Deco-Theater Villamarta aufgemacht haben, um die Weltstars des Flamenco live zu erleben. Für 15 bis 20 Euro genießen wir vom weiten Rang noch einen recht guten Blick.
Die Abendluft im Freien ist weich, wenn auch gegen Mitternacht etwas frischer. Viele ‚unverfrorene‘ Japanerinnen halten es gut im Freien vor den Tapas-Bars aus, für die Jerez berühmt ist. Als Tapas (Häppchen), halbe oder ganze Portionen kann man in einem guten Lokal um die 50 verschiedene gekochte oder eingelegte Minigerichte verzehren: „iberische“ Kartoffeln mit Speck, gebackene Artischocken, Bratfischbällchen oder einfach Manchego-Käse mit Oliven. Genau das Richtige für einen Mitternachtsimbiss mit Fino, dem trockenen weißen Sherry oder einem herzhaften Cruzcampo-Bier.
Jerez ist eine nach außen verschlossen wirkende Stadt, deren wahre Perlen sich im Inneren zeigen: dem Flamenco-Institut, dem Stierkampfmuseum, der andalusischen Reitschule oder den versteckten Penas, Kneipen, in denen man mit etwas Glück zu fortgeschrittener Stunde Flamenco erleben kann. Das Geschäftszentrum ist abends recht ausgestorben.
Weitaus offener präsentiert sich da Cádiz, nur eine gute halbe Stunde mit dem nagelneuen Regionalzug entfernt. Eine komplett erhaltene Altstadt aus Barockfassaden, offen stehende Doppelfenster über schnurgeraden Gassen, in den Fenstergittern liebevoll dekortierte Blumentöpfe. Auch wenn die Immobilienpreise mittlerweile nicht mehr bezahlbar sind, wohnen doch einige alte Leute noch in den Häusern. Neben renovierten Stadtpalästen und versteckten Klöstern bröckelt manch ehemaliger Prachtpalast vor sich hin. Durch den achteckigen Grundriss der Altstadt ist man am Ende einer langen schmalen Gasse immer wieder überrascht, auf einen der hübschen Plätze zu stoßen, wo sich der cafè cortado (Espresso) so königlich in der Sonne genießen lässt. Beispielsweise an der Plaza San Juan de Diós mit direktem Blick auf die Fähren im Hafen, die von hier auf die Kanaren oder nach Übersee aufbrechen.
Stimmungsvolle Sonnenuntergänge kann man auf der langen Mole zur Stadtfestung genießen. Wie von einem Schiff blickt man zurück auf die salzzerfressene Stadt mitten im Meer in ihrem silbernen Licht, das der ganzen Küste den Namen Costa de la Luz eingetragen hat. Vom Bahnhof Jerez im Mudéjar-Stil nehmen wir den Stadtbus zum Flughafen.Mit einem Hauch frischen Sonnenbrandes, die Geschmacksknospen verwöhnt von Tapas und feinen Spirituosen, die Erinnerung voll wunderbarer Flamencokunst, fühlen wir uns stark genug für den Heimweg.



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