Südlich der Pyrenäen beginnt die Iberische Halbinsel, die sich Spanien mit Portugal im Westen teilt. Das Zentrum Spaniens bildet die Hochfläche der Meseta, an die im Süden die Sierra Nevada angrenzt. Hier befindet sich mit 3478 Metern der höchste Gipfel des Landes – der Mullhacén. Zu den Balearen (Mittelmeer) zählen Cabrera, Formentera, Ibiza, Mallorca und Menorca. Fuerteventura, Gran Canaria, Gomera, Lanzarote, La Palma und Teneriffa bilden die Kanarischen Inseln (Atlantik).
Der längste Fluss Spaniens ist mit 910 Kilometern der Ebro, der seine Quelle im Kantabrischen Gebirge hat und das Katalonische Bergland durchfließt. Das Delta des Ebro mündet ungefähr 100 Kilometer südlich Barcelonas ins Mittelmeer. Der einzige Gletschersee Spaniens ist der Lago de Sanabria in der Provinz Zamora, der zugleich der größte natürliche See des Landes ist.
Spanien besteht aus 17 Regionen (autonome Gemeinschaften), die wiederum in Provinzen unterteilt sind. Diese Regionen sind:
Andalusien
Aragonien
Asturien
Balearische Inseln
Baskenland
Extremadura
Galicien
Kanarische Inseln
Kantabrien
Kastilien Leon
Kastilien-La Mancha
Katalonien
La Rioja
Madrid
Murcia
Navarra
Valencia
Hinzu kommen noch die autonomen Städte
Ceuta
Melilla
Klimazonen in Spanien
Das Klima in Spanien kann grob in sechs Zonen unterteilt werden. An der Nord-Atlantikküste - in Asturien und Galicien, im Baskenland, in Kantabrien und im Norden Navarras – herrscht mit sehr milden Sommer- und Wintermonaten atlantisches Klima.
Das ozeanisch-kontinentale Klima zeichnet sich durch ziemlich kalte Winter mit viel Schnee aus, die Sommer sind heiß und regenarm. Dieses Klima herrsche vor allem im Zentrum der Iberischen Halbinsel.
So genanntes kontinentales Mittelmeerklima herrscht in Aragón, teilweise Andalusien und Katalonien, Kastilien-La Mancha, Murcia, sowie im Hinterland von Valencia. Es regnet meist im Frühling und im Herbst, die Winter sind kalt und die Sommer heiß.
Teile Andalusiens und Kataloniens, die Balearen und Mucia bieten Mittelmeerklima, mit Niederschlägen vorwiegend im Frühjahr und Herbst. Richtung Süden wird das Klima immer trockener und die Sommermonate sind recht heiß.
Die Kanarischen Inseln bieten subtropisches Klima mit meist ganzjährig milden Temperaturen.
In den Höhenlagen der Pyrenäen, der Betischen Kordillere und des Kastilischen Scheidegebirges herrscht Gebirgsklima mit kalten, langen Wintermonaten und wenigen, recht unterkühlten Sommermonaten.
Spaniens Natur
Dank der unterschiedlichen klimatischen Zonen ist Spanien ein Land in dem Flora und Fauna in unglaublicher Vielfalt existiert. Das feuchte Klima der Atlantikküste bietet dichten Laubwäldern ideale Bedingungen, in Rodungen entstehen lichte Heideflächen. Die den Höhenlagen der Gebirge bieten eher Buchen und Kiefern idealen Lebensraum. Etwa die Hälfte Spaniens ist von mediterraner Vegetation bewachsen, in der Ebro-Ebene und weiter im Süd-Osten findet man weite Grassteppen, die teilweise stark an die Nähe Afrikas erinnern.
Die intakte Natur bietet im Norden Luchsen, Wildkatzen, Wölfen und Braunbären Lebensraum, in Richtung Süden gleicht sich auch die Tierwelt der Nähe zu Afrika an – wie die Ginsterkatze und die Ichneumon. Aus dieser Richtung fallen auch immer mal wieder Heuschreckenschwärme ein.
Eine Sonderstellung nimmt die Flora und Fauna der Kanarischen Inseln an, die eine hohe Zahl an endemischen Arten aufweist. Man hat etwa 300 endemische Pflanzenarten auf den Inseln entdeckt. Auch das Tierreich - vor allem die Vogelwelt - weist viele Endemiten wie den Kanarischen Buntspecht und die Kanarische Waldohreule, sowie endemische Arten von Blaufink und Rotkehlchen auf – daneben existiert eine Vielzahl an Schmetterlingsarten.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Gleich nach Frankreich ist Spanien das beliebteste Urlaubsziel weltweit, wobei Katalonien die meisten Gäste ins Land zieht – gleich danach folgen die Balearen, Andalusien und Valencia. Das wundert nicht, denn Spanien ist ein unglaublich abwechslungreiches Land.
Was man in Spanien gesehen haben sollte …
Die Alhambra - Granada
Die älteste und besterhaltene Palastanlage der maurischen Herrschaft – die Alhambra - zieht wahre Besucherströme an. Der Darascha-Erker, der Löwenhof und die reich verzierten Säle sind wirklich von beeindruckender Schönheit.
Die Kathedrale La Seu
Palma de Mallorca hat mit der Kathedrale La Seu eine der schönsten Kathedralen der Welt zu bieten, daneben gibt es an der Hauptapsis die mit elfeinhalb Metern größte Rosette der Welt zu sehen.
Nach dem Sieg über die maurischen Herrscher, wurde ab dem Jahr 1230 - auf den Grundmauern der bis dahin größten Moschee - die Kathedrale La Seu errichtet. Doch erst im Jahre 1587 wurde dieses wunderbare Bauwerk fertig gestellt.
Teneriffa – die Pyramiden von Güimar
Bis heute rätselt man über die Bauherren der Pyramiden von Güimar, eindeutig ist jedoch die strenge astronomische Ausrichtung der Pyramiden. Auf Teneriffa existieren sechs dieser rechteckigen Stufenpyramiden, die aus unterschiedlichem Lavagestein errichtet wurden.
Alcaza
Der königliche Palast Alcaza von Sevilla wurde auf den Grundmauern einer Burg errichtet und ist umgeben von einer herrlichen Gartenanlage mit vielen Brunnen und Wasserspielen. Alcazar wurde oft umgebaut und erweitert und zeigt einen spannenden Mix an Baustilen der unterschiedlichsten Epochen.
Höhle von Altamira
Lange wurde die kulturhistorische Bedeutung der von Marcelino Sanz de Sautuola entdeckten Höhle von Altamira unterschätzt. Inzwischen weiß man wie wertvoll die etwa 15000 Jahre alten Zeichnungen sind, neben Zeichnungen wurden auch plastische Darstellungen in den Stein gearbeitet.
Um diese Kunstwerke zu erhalten ist die Höhle von Altmira heute der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich, originalgetreue Nachbildungen sind jedoch im Nationalmuseum für Archäologie in Madrid zu sehen.
Kloster Sant Salvador
Auch wenn das Äußere des Klosters eher an eine mittelalterliche Burganlage erinnert, so ist das Innere von Sant Salvador auf das reichste ausgeschmückt. Das Abendmahl der Puerta del Mirador in Palma inspirierte hier zu einer Nachbildung dieses Werkes. Weitere beeindruckende Kunstwerke des Kloster San Salvador sind die herrliche Marienstatue aus dem 13. Jahrhundert und der Barock-Hochaltar aus dem 15. Jahrhundert, den Szenen aus dem Leben Jesu schmücken.
Die Kathedrale Santiago de Compostela
In Santiago de Compostala wurde angeblich das Grab des Apostel Jakobus gefunden, heute bewahrt man dessen Reliquien im Altarraum der Kathedrale auf. Den Eingang der Kathedrale schmückt eine Säule mit dem Lebensbaum Jesu Christi, den zu berühren das Ziel jeder Pilgerreise entlang des Jakobsweg ist.
